Überschlägige Geräuschprognose -  ? Überblick:
Die überschlägige Geräuschprognose ermöglicht Ihnen eine einfache Berechnung von Geräuschimmissionen gemäß TA Lärm. Es werden 6 Haupt-Fenster benutzt. Im Fenster EMISSION werden die von den Immissionspunkten unabhängigen Daten eingegeben. Die weiteren Fenster sind für 5 (im Fenster Berechnung>Vorbereitung) wählbare Immissionspunkte vorgesehen. Sie können die Berechnung entweder über Koordinaten oder einfach über Abstände vornehmen.

Vorbereitung:
Rufen Sie bitte das Fenster Berechnung>Vorbereitung auf. Geben Sie die Bezeichnung der Immissionsorte (z. B. IO1: Sandweg 14) und die Höhen ein. Falls Sie über Koordinaten rechnen wollen, geben Sie bitte den Maßstabsfaktor an (in der Regel ein 1, falls Ihre Angaben in m erfolgen). Beurteilungszeitraum: Für die Berechnung der Nachtzeit: 1 (lauteste Nachtstunde) oder 8 für die komplette Nacht, für die Tageszeit: 16.
 ? Im Fenster EMISSION werden die von den Immissionspunkten unabhängigen Daten eingegeben:


Nr.
Eine Nummerierung der Emissionsquellen muss nicht unbedingt erfolgen. Dieser Spalte kann zusätzlich genutzt werden, um eine Zwischensumme oder eine Gesamtsumme aller Geräuschquellen zu berechnen.
Tragen Sie dazu folgende Kurzzeichen ein:
ZS : Zwischen-Summe
GS : Gesamt-Summe
ZS definiert, dass ein Gesamtpegel von der letzten ZS (bzw. Tabellenanfang) bis zu dieser ZS errechnet werden soll. GS wird in der Regel benutzt, um die Gesamtsumme aller Geräuschquellen anzuzeigen. Dazu wird GS ans Ende der Tabelle gesetzt. Wird GS mehrmals in der Tabelle verwendet, so wird jeweils von GS bis GS aufsummiert.

Kommentar
Hier kann z. B. eine Bezeichnung der Emissionsquellen erfolgen.

Emission
Tragen Sie in diese Spalte die Messwerte ein, aus denen die Schalleistungspegel berechnet werden sollen. Haben Sie bereits Schalleistungspegel vorliegen, so geben Sie diese ebenfalls hier ein. Messwerte können z.B. sein: Innenpegel, Schalldruckpegel in einem bestimmten Abstand, Schalldruckpegel auf einer Messfläche.
Beispiel 1: Ein Motor wurde in einem Abstand von 3 m gemessen. Der Messwert betrug 90 dB(A). Geben Sie ein: 90 in Spalte Emission, 3 in Spalt Bez.-Abst. – Das Programm errechne daraus den Schallleistungspegel.
Beispiel 2: Die Schallabstrahlung eines Fensters mit einer Fläche von 20 qm soll berechnet werden. Sie haben 85 dB(A) in der Halle gemessen Geben Sie ein: 85 in Spalte Emission, 20 in Spalte Meßfl. (S). Geben Sie jetzt noch die Schalldämmung in der Spalte R’w ein (z. B. 34 dB)


Bez.-Abst.
Eintragungen in der Spalte Bezugsabstand werden entsprechend einer Halbkugelabstrahlung auf den Schalleistungspegel umgerechnet. Beachten Sie bitte, dass diese Vorgehensweise nur für Quellen erfolgen sollte, die annähernd als Punktquellen betrachtet werden können. Eine Korrektur bei einer Abweichung von der Halbkugelabstrahlung während der Messung kann durch Eintrag in der nachfolgenden Spalte num. Add. berücksichtigt werden.

num. Add.
Die Werte dieser Spalte werden addiert. Wollen Sie Werte subtrahieren, so können Sie hier negative Zahlen eintragen. Sie können die Spalte für beliebige Korrekturen anwenden (z.B. Mikrophonkorrektur).

Meßfläche
Ist der in Spalte Emission eingetragene Meßwert ein mittlerer Schalldruckpegel, der auf einer Meßfläche ermittelt wurde, so wird hier die Meßfläche eingetragen. Soll der Schalleistungspegel eines schallabstrahlenden Bauteils (aus dem Innenpegel) errechnet werden, so ist die Fläche des Bauteils einzugeben.

R'w + 4
Das bewertete Schalldämm-Maß wird subtrahiert. Die 4 bzw. 6 dB für den Übergang ins Freifeld müssen im Eingabewert enthalten sein.

Einw.-T
Wenn eine zeitliche Bewertung einer Emissionsquelle erfolgen soll, muss eine Einwirkzeit eingetragen werden. Der Abzug für die zeitliche Bewertung wird aus diesem Eintrag und dem Beurteilungszeitraum errechnet, der im Fenster VORBEREITUNG angegeben wurde. Einwirkzeiten unter 1 Minute (genauer unter 1/100 h) können wie folgt eingegeben werden: wird ein Minuszeichen vorangestellt, so wird die Zahl mit 100 multipliziert und als Sekunden interpretiert.
Beispiel: -1.45 => 145 s -.09 => 9 s

Ko
Das Raumwinkelmaß wird addiert. Werte sind z. B. 3 dB für eine Quelle, die auf dem Boden steht, 6 dB für eine abstrahlende Gebäudewand.

hQ
Höhe der Geräuschquelle über Basisniveau.

Koordinaten x-Q, y-Q
Ist im Fenster VORBEREITUNG ein M-Faktor eingetragen, so werden in diesen Spalten Koordinaten erwartet. Aus den Koordinaten der IP und der Quellen werden die Abstände berechnet (dreidimensional).

LwAeq
Der errechnete Schallleistungspegel der Geräuschquelle